Wie modern ist der Verband Sonderpädagogik?
Treffen der Landeskassenführer und -geschäftsführer

Die Verantwortlichen für die Kassen der Landesverbände trafen sich zu ihrer turnusmäßigen Sitzung am 17. und 18. März in Bad Sassendorf. Erstmals fand diese Veranstaltung gemeinsam mit den Geschäftsführungen der Landesverbände statt, sodass ein enger Austausch der Bereiche Kassen- und Geschäftsführung zwischen den Bundesländern möglich wurde.
In einer interessanten Gesprächsrunde zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuellen sonderpädagogischen Entwicklungen und die spezifische innerverbandliche Situation in den einzelnen Bundesländern aus und beschrieben blitzlichthaft die Mitglieder- und Kassensituation in ihren Landesverbänden.
Horst Beier als Schatzmeister, der zusammen mit Marianne Schardt als Bundesgeschäftsführerin in bekannt trocken-ironischer Art durch die Veranstaltung führte, stellte provokativ die aktuelle Frage in die Runde: „Quo vadis Sonderpädagogik und Förderschule!?“ und gab einen kurzen geschichtlichen Abriss.
Mangel an qualifizierten sonderpädagogischen Lehrkräften und daraus resultierende Folgeerscheinungen, bildungspolitische Veränderungen und die Auswirkung auf inklusive Arbeitsfelder sowie ein teilweiser Generationenwechsel
in den Vorständen einzelner Landesverbände stellten Diskussionsschwerpunkte des ersten Sitzungsteils dar.
Am zweiten Sitzungstag waren Beitragsstrategien, landesspezifische Unterschiede und Unterstützung durch den Bundesverband Schwerpunktthemen.
Basis erfolgreicher Verbandstätigkeit und fachlicher Arbeit ist u.a. eine solide geführte Kasse, so Horst Beier. Die aus vielen Landesverbänden anwesenden Kassenführer bescheinigten zum einen dem Bundesschatzmeister ein ordentliches und erfolgreiches Wirtschaften mit unseren Mitgliedsbeiträgen und den Einnahmen aus den Verbandsaktivitäten, berichteten zum anderen auch über solide bzw. konsolidierte Finanzverhältnisse in ihren Landesverbänden.
Der Bundesschatzmeister beschrieb in seinem Kassenbericht „2016“ als erfolgreiches Geschäftsjahr für den vds mit gut besuchten Fachtagungen und Kongressen. Jedoch mahnte er auch an, die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen im Auge zu behalten.
Ein größer werdender Prozentsatz der Einnahmen des Bundes stammt aus anderen Bereichen. Die Schere zur Mitgliederfinanzierung geht weiter auf.
Für die kommende Hauptversammlung 2017 in Erfurt stellte Horst Beier die finanziellen Rahmenbedingungen und Marianne Schardt die organisatorischen Details, charmant ergänzt von der Gastgeberin, Thüringens Landesvorsitzende Gisela Langer, vor.
Marianne Schardt warb dafür, den Verband auch in den Bereichen Geschäftsführung, Kasse und Mitgliederwerbung zukunftsfähig aufzustellen. So soll z. B. die verstärkte Nutzung der Bundesgeschäftsstelle zur Entlastung der im Ehrenamt Tätigen in den Landesverbänden dienen.
Nach dem Motto „Wir sind keine Wissenden, sondern Suchende“ nahm das Plenum in Gruppenarbeit den Auftrag an, aus einer Analyse der aktuellen Situation zukunftsfähige Ideen für Mitgliederverwaltung und -werbung, bei Veranstaltungsorganisation sowie der Mediennutzung zu erarbeiten, zu sammeln und für Landesverbände nutzbringend anzuwenden.

  • Ist ein Flyer noch zeitgemäß?
  • Was bietet der vds?
  • Wie erreiche ich Studierende und Studienreferendare?
  • ZfH + Archiv in ePaper-Version kostenlos!
  • Facebook: ja unbedingt oder nein danke!
  • Ehrung der Pensionisten
  • Beitragsgestaltung bei Veranstaltungen
  • ....

Ein reger Austausch mit umfangreichem Themenkatalog und interessanten Lösungsansätzen entspann sich, den wahrscheinlich viele gern fortgesetzt hätten.
Abschließend informierten Horst Beier und Marianne Schardt darüber, dass eine feste Arbeitsgruppe eingerichtet werden soll, die sich aus je zwei Vertretern von „Kasse“, „Geschäftsführung“ und „Presse“ sowie den jeweiligen
Ressortvertretern des Bundesvorstands zusammensetzen wird. Die Arbeitsgruppe soll abgestimmte, zukunftsorientierte Konzepte entwickeln, um – besser als bisher – die vorhandenen Schnittmengen und gemeinsamen
Handlungsfelder dieser Ressorts berücksichtigen und nutzen zu können.

Fazit: Ein gelungenes Treffen, welches im veränderten neuen Format mit Landeskassen- und Geschäftsführerinnen und -führern im Tandem einen Rahmen für Diskussionen und Austausch über Landesverbandsgrenzen hinweg
bot. Und in dem auch dem Autor die Sicht seiner bundeslandtypischen Enge durch interessante und anregende Gespräche geweitet wurde. Eine Fortsetzung ist geplant.

Thomas Beschorner

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