Tagung der Referentinnen und Referenten Berufliche Bildung

Fragen des Übergangs von der Schule in den Beruf, angesichts der zunehmenden Entwicklung zu inklusiven Schulen standen auch in diesem Jahr im Vordergrund der Tagung, die vom 18. bis zum 20. Mai im Nürnberger Lehrerheim stattfand.

Am ersten Tag wurden die Referenten von der Bundesreferentin, Frau Bettina Stöckle-Schowan, und ihrem Vertreter, Michael Szymanski, begrüßt und die Arbeitsstruktur für die folgende Tagung geklärt.
Es wurden die Berichte aus den Bundesländern vorgetragen und diskutiert. An den beiden folgenden Tagen lagen die Arbeitsschwerpunkte auf der Erstellung eines politischen Positionspapiers „Positionen 2017 zum Übergang Schule und Beruf“ und der Aktualisierung der „Positionen zur beruflichen Integration junger Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf“. Außerdem wurden Anträge aus dem Bereich Berufliche Bildung für die Hauptversammlung 2017 vorformuliert.

Das Zitat aus dem Bericht des vergangenen Jahres: „Es ist immer noch nicht ausreichend geklärt, wie angesichts der zunehmenden Anzahl von jungen Menschen mit Behinderungen, die in inklusiven Systemen beschult werden, der bisherige gute Standard der Unterstützung beim Übergang in das Berufsleben, der für Förderschulen kennzeichnend war, erhalten werden kann. Die Wichtigkeit der Unterstützung der jungen Menschen in diesem Prozess sollte in den Allgemeinen Schulen deutlich mehr Berücksichtigung finden. Oft werden die jungen Menschen übersehen und es fehlt eine angemessene Beratung und Hilfestellung in ihrem Berufsfindungsprozess“, hat sich inhaltlich in seiner Dringlichkeit noch verschärft.
In jedem Bundesland gibt es eine wachsende Zahl von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die mit dem, was Schule bietet, nicht mehr erreicht werden.
Bundesweit steigt die Anzahl von Schulvermeidern. Dieses wird von den Landesreferentinnen und -referenten als politisch sehr brisant gesehen. Daher wurde eine politische Position erstellt, die an den Bundesvorstand weitergeleitet wurde.

Das bisherige Positionspapier des Bereichs berufliche Bildung wurde überarbeitet und unter dem Titel „Positionen zur Teilhabe junger Menschen im Übergangsprozess Schule-Arbeitswelt“ neu gefasst. Dabei wurde versucht, den Jugendlichen als Akteur seines beruflichen Prozesses in den Mittelpunkt zu setzen und wurden Gelingensbedingungen für berufliche Teilhabe aller junger Menschen formuliert.
Die Landesreferentinnen und Landesreferenten haben sich darauf verständigt, diese Positionen kontinuierlich weiter zu entwickeln. Die aktuelle Fassung ist auf der Internetseite des Verband Sonderpädagogik unter „Positionen“ verfügbar. Das aktuelle Papier ersetzt die bisherigen Positionen. Die Diskussion um die Stellung der Sonderpädagogik im Hinblick auf die individuelle Förderung nach der Allgemeinen Schule wurde intensiv geführt und soll im laufenden Jahr und bei dem nächsten Referententreffen fortgesetzt werden. Die Standards und Positionen des Bereichs Berufliche Bildung werden in den kommenden Jahren überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt.

Die Arbeitstagung war von hohem Engagement und Arbeitseinsatz der Referentinnen und Referenten geprägt. Trotz intensiver Arbeit und vorzeigbaren Arbeitsergebnissen bot das Treffen ausreichend Raum für den kollegialen Austausch über die Bundesländergrenzen hinweg.
Das nächste Treffen findet voraussichtlich in der Zeit vom 19. bis 21. April 2018 in Hessen statt.

Bettina Stöckle-Schowan und Michael Szymanski

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