AfD-Anfrage: Ein Schlag ins Gesicht für Menschen mit Behinderung
(pm) Der Verband Sonderpädagogik e. V. verurteilt Inhalt und Tenor der kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion (BT-Drs. 19/1444) wegen der nicht hinnehmbaren Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen. Aus der Sicht des Verbands überschreitet die AfD mit der menschenfeindlichen Anfrage deutlich parlamentarische Grenzen.

Den in der kleinen Anfrage suggerierten Annahmen bezüglich des Entstehens von Behinderungen widerspricht der Verband Sonderpädagogik e. V. aus wissenschaftlichen und humanen Gründen in aller gebotenen Schärfe und Entschiedenheit.

Es liegen keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse vor, dass ein wesentlicher Anteil schwerer Behinderungen auf Fortpflanzung innerhalb der Familie zurückzuführen ist. Diese Unterstellung, so der Fachverband, ist haltlos und ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die mit einer Schwerbehinderung leben und der Menschen, die Angehörige und Freunde mit schweren Behinderungen haben.

Die AfD argumentiert nicht nur sachlich falsch mit aus dem Kontext gerissenen Bemerkungen, sondern nutzt diese Mutmaßungen für ihre menschenverachtende Agitation, indem sie versucht, Zusammenhänge zwischen kultureller Herkunft, Familienehe und Behinderung zu konstruieren und zu suggerieren.

Der Bundesvorstand des Verbands Sonderpädagogik e. V. weist diese üble Verquickung auf das Schärfste zurück und fordert mit Verweis auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen alle demokratischen Kräfte auf, sich solchen behindertenfeindlichen Tendenzen entschieden entgegenzustellen.

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Informationen

Die kleine Anfrage im Original finden Sie hier.

Die Dokumentation des Vorgangs in der Parlamentsdokumentation finden Sie hier.

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