"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 8/17
Aus dem Inhalt:



Markus Scholz, David Scheer 364
Veränderung inklusionsbezogener Selbstwirksamkeitserwartungen und Überzeugungen während des Vorbereitungsdienstes an Förderschulen und inklusiven Schulen im Vergleich
Sandra Hirsch, Tanja Pesamosca, Christian Walter-Klose 376
Gutachten? Stellungnahme? Gutacht(er)liche Stellungnahme? - Schriftliche sonderpädagogische Expertise in außerschulischen Handlungsfeldern
Janina Postler, Klaus Sarimski 387
Adaptive Kompetenzen von Schülern im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung an verschiedenen Bildungsorten
vds aktuell
397
Tagung des Referats Erziehungshilfe / Pädagogik bei Verhaltensstörungen 2017

Liebe Leserinnen und Leser!

Zur Ausbildung für das Lehramt Sonderpädagogik gehört der Vorbereitungsdienst. Für viele Kolleginnen und Kollegen stellt diese Zeit eine prägende Erfahrung dar. Der Aufbau eines inklusiven Bildungssystems macht auch hier Veränderungen notwendig. Aus wissenschaftlicher Perspektive liegen bisher jedoch kaum Studien zu der zweiten Ausbildungsphase vor. Umso spannender dürften für Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Ergebnisse einer ersten Pilotstudie von Markus Scholz und David Scheer sein: Welche Veränderungen bewirkt der Einsatz im Vorbereitungsdienst, insbesondere wenn man Erfahrungen in inklusiven Settings sammeln kann?
Der zweite Beitrag stellt das außerschulische Handlungsfeld der Sonderpädagogik in den Mittelpunkt. Hier spielen Begutachtungen kaum Thema in der Fachdiskussion sind. Ausgehend von einer ethischen Grundlegung können und sollten sonderpädagogische Begutachtungen einen Beitrag zu professionellen Entscheidungen im besten Interesse von Menschen mit Behinderungen leisten – so Sandra Hirsch, Tanja Pesamosca und Christian Walter-Klose in
ihren grundsätzlichen Überlegungen. Die Klärungen in ihrem Beitrag helfen bei der Standortbestimmung für die außerschulische Tätigkeit sonderpädagogischer Fachkräfte.
In ihrer Studie untersuchen Janina Postler und Klaus Sarimski die adaptiven Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit dem Geistige Entwicklung in verschiedenen Beschulungsformen, Förderschulklassen versus Klassen in Allgemeinen Schulen. Im Ergebnis zeigen Kinder, die im Rahmen Allgemeiner Schulen unterrichtet werden, die höheren sozialen Fähigkeiten. Die kritische Diskussion im Beitrag zeigt einerseits, wie differenziert dieses
Ergebnis zu reflektieren ist, und andererseits, welch vielfältige Aufgaben sich in der sonderpädagogischen Forschung stellen. Die Bedeutung solcher Reflexionen für das Handeln sonderpädagogischer Fachkräfte wird deutlich.
Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, aus diesen Beiträgen gute Anregungen für die eigenen Aufgaben.

Prof. Dr. Clemens Hillenbrand                      Dr. Peter Wachtel

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