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Weltkindertag 2016
Der Verband Sonderpädagogik e. V. ist in Hamburg dabei

Kindern ein Zuhause geben – unter dieses Motto hatte die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ihre Veranstaltung anlässlich des Weltkindertags am 20.09.2016 gestellt. Mit der Ombudsstelle, der Techniker- Krankenkasse, UNICEF Hamburg, dem SOS-Kinderdorf, der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) und weiteren Akteuren war es gelungen, zahlreiche Verantwortliche für eine gemeinsame Veranstaltung zu gewinnen.
Ziel der Veranstaltung war es, die Arbeit der BSB in der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen und die inklusive Bildung, die Einbeziehung aller Kinder und Jugendlichen einschließlich derjenigen mit Fluchterfahrung sowie die Gesundheitsförderung positiv darzustellen. Dank des Engagements des Referats Inklusion der BSB in enger Zusammenarbeit mit dem Center-Manager des ECE Einkaufszentrums konnte eine große Bühne in der Hamburger Meile direkt vor dem Eingang zur Schulbehörde aufgebaut werden, auf der im Laufe des Tages ein abwechslungsreiches Programm dargeboten wurde.Die Stiftung Kinderjahre hat sich ebenso wie die Hamburger Sparkasse mit einem großzügigen Sponsoring beteiligt, das es ermöglicht hat, eine professionelle Bühne und entsprechende Bühnentechnik zu finanzieren.

Ombudsfrau Birgit Zeitler
im Gespräch mit der
Bundesvorsitzenden des vds
Dr. Angela Ehlers

Die Hamburger Schulbehörde, vertreten durch Dr. Angela Ehlers und ihre Kolleginnen und Kollegen, informierte zur inklusiven Bildung, Birgit Zeidler als Ombudsfrau der Ombudsstelle Inklusion über Beratungsmöglichkeiten für Eltern und Kinder bei Problemlagen. Die Techniker-Krankenkasse und die HAG widmeten sich dem Thema „Gesundes Aufwachsen“ und „Gesundheitsförderung bei Kindern“.Neben UNICEF Hamburg und dem SOS-Kinderdorf hatte auch der Verband Sonderpädagogik e. V. einen Infostand aufgebaut, der von Marianne Schardt betreut wurde.

Höhepunkte der Veranstaltung waren die Auftritte der Kinder und Jugendlichen aus dem Projekt Superklasse, die mit fetzigen eigenen Songs und Videoclips zum Thema „Kindern ein Zuhause” geben die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer aller Altersgruppen in der Einkaufspassage begeisterten. Die Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung sowie mit und ohne Migrationshintergrund hatten sich für diesen Tag zu einem Chor aus unterschiedlichen Klassen unterschiedlicher Hamburger Stadtteilschulen zusammengefunden. Das Projekt Superklasse ist eine gemeinsame Unternehmung der Technikerkrankenkasse als Projektförderer, der STEG (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft) als Träger und der Behörde für Schule und Berufsbildung. Für die BSB ist Annette Quinton aus dem Referat Inklusion die Leitung des Projekts Superklasse.

Mit dem Projekt Superklasse werden folgende Ziele angestrebt:

  • Kinder/Jugendliche erfahren mehr über die Bedeutung von Gesundheit und ihre eigenen Entscheidungsmöglichkeiten in Bezug auf eine gesunde Entwicklung.
  • Kinder/Jugendliche werden ermutigt, sich an Handlungsfelder heranzutrauen, die neu für sie sind
  • Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit werden gefördert und Schritte in ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
  • Kinder/Jugendliche lernen, ihre Bedürfnisse und Gefühle in Worte zu fassen und musikalisch auszudrücken.
  • Kinder/Jugendliche werden Botschafter ihrer persönlichen Anliegen in heterogenen Lerngruppen.
  • Kinder/Jugendliche erfahren Kontaktaufnahme, übernehmen Verantwortung, erleben und zeigen Rücksichtnahme, Kompromissfähigkeit, Wertschätzung sich selbst sowie den Mitschülerinnen und Mitschülern gegenüber in inklusiven Lerngruppen.

Projekt Superklasse fragt Kinder und Jugendliche in Hamburger Schulen der Sekundarstufe I, was sie für ein gesundes Aufwachsen benötigen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen werden Songtexte erarbeitet und anschließend werden die Songs professionell produziert. Die Kinder und Jugendlichen lernen dabei ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und werden mit dem fertigen Produkt Botschafter ihrer Anliegen. Dadurch, dass sie in jedem Schritt des Projekts die Akteure sind, erfahren sie Selbstwirksamkeit. Sie lernen von und miteinander, erleben Rücksichtnahme, Kompromissbereitschaft sowie Wertschätzung – im wahrsten Wortsinn Inklusion.

Jugendliche des
Projekts "Superklasse"
bei einem ihrer Auftritte

Weitere Informationen bietet die Homepage unter www.projektsuperklasse.de.

Einen weiteren Höhepunkt bildete der Auftritt des Künstlers Mischa Gohlke. Er lebt von Geburt an mit einer an Taubheit grenzenden Hörschädigung, ist professioneller Musiker geworden und hat damit das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Als glaubwürdiger Botschafter hat er im Oktober 2011 die Initiative „Grenzen sind relativ“ ins Leben gerufen, die sich in unterschiedlichen Projekten, Veranstaltungen und Kampagnen für eine inklusive und nachhaltige Gesellschaft einsetzt. Das Pilotprojekt „Musikunterricht für Hörgeschädigte“ wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Spartenübergreifende Festivals, Aktionstage zur Inklusion in Schulen/Universitäten, Netzwerkarbeit sowie Workshops und diverse Kooperationsprojekte sind weitere Eckpfeiler seiner Plattform. Mit der Kampagne AndersSein vereint – Inklusionssong für Deutschland setzt er Impulse, um den Gedanken der Inklusion in die Mitte der Gesellschaft zu tragen und verschiedene Themen, Menschen, Künste, Projekte, Initiativen, Institutionen, Communities usw. zusammen zu bringen sowie eine übergreifende interaktive Plattform zu schaffen.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde ein Kunstwettbewerb für Schulen der Sekundarstufe I aller Schulformen ausgelobt, an dem sich zahlreiche Schulen aus Hamburg beteiligten. Die fünf besten und originellsten Kunstwerke zum Motto der Veranstaltung wurden prämiert. Preisträger waren zwei Gymnasien, zwei Stadtteilschulen sowie eine Lerngruppe einer Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung, die Fotografien ihres neuen Zuhauses im Stadtteil Harburg eingereicht hatten. Die Preisvergabe erfolgte während der Veranstaltung in der Hamburger Meile durch den Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung der Stadt Hamburg, Senator Ties Rabe.

Marianne Schardt

Bei der Preisverleihung erhält
Senator Ties Rabe
Unterstützung durch
Dr. Angela Ehlers

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