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Körperliche und motorische Entwicklung
Tätigkeitsbericht vorgelegt zur Hauptversammlung 2019

Die Landesreferentinnen und Landesreferenten für den Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung haben sich in dem Zeitraum zwischen den Hauptversammlungen zweimal zu Arbeitstagungen getroffen. Im September 2018 fand das Treffen in Kassel/Hannoversch Münden statt. Im Jahr 2019 wird das Treffen im September in Hannover stattfinden.

Auf der Tagung im Jahr 2018 wurden die Themen Digitale Bildung, Therapeutische Angebote an Schulen sowohl in der Inklusion als auch am Förderzentrum und Pflege und Pädagogik bearbeitet. Für die Tagung im Jahr 2019 ist geplant, die Thematik Pflege und Pädagogik nach Rücksprache mit anderen Fachreferaten im Sinne eines Positionspapiers abzuschließen und dem Bundesausschuss zu übergeben. Des Weiteren soll der Bereich Therapeutische Angebote im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung vertieft werden. Gerade vor dem Hintergrund sehr länderspezifischer Bildungs- und Finanzierungsmodelle ist eine Ausformulierung vergleichbarer Rahmenbedingungen oder möglicher Standards, um letztendlich den Akteuren vor Ort Argumentationshilfen zu geben, um therapeutische Angebote in Inklusion und Förderzentrum weiterhin abzusichern oder ggf. aufzubauen, eine komplexe Materie. Als weitere thematische Ausblicke sind geplant, Fragen der Ausstattung von Schulen im Bereich der Digitalen Bildung vor dem Hintergrund des Förderschwerpunkts Körperliche und motorische Entwicklung zu fokussieren und einen Blick auf die KMK-Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung zu werfen, da von einer Überarbeitung dieser in näherer Zukunft auszugehen ist.

Der Einsatz Digitaler Medien in Unterricht, Förderung und Therapie ist eines der aktuellen Themen für alle Schulformen. Die Bildungsstandards im Sinne von Kompetenzen sind durch die KMK-Veröffentlichung „Lernen in der digitalen Welt“ 2016 ausformuliert worden und der Bund hat für den Ausbau im Jahr 2019 gut fünf Milliarden Euro für die Förderung bereitgestellt. Ein erfolgreicher Baustein in der Schulentwicklung im Bereich der digitalen Bildung ist die Netzwerkarbeit. Aus diesem Grunde wurde auf den Arbeitstagungen auch intensiv der Austausch über den Einsatz digitaler Medien genutzt. Gerade die assistiven Funktionen dieser Medien bieten eine Vielzahl an Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung. Da die technische Ausstattung zum Teil mit hohen Kosten verbunden ist, ist geplant, den Fokus nochmals genauer auf Ausstattungsfragen inklusiver bestimmter Begründungen für mögliche Anschaffungen zu richten. Interaktive und vernetzte Systeme sowohl auf der Präsentations- als auch auf der Schüleranwendungsebene bieten Möglichkeiten einer angemessenen und auf Teilhabe ausgerichteten Förderung. Im Ländervergleich wird bezogen auf die Thematik Therapeutische Angebote an Schulen sehr deutlich, wie unterschiedlich diese Angebote organisiert sind. Ausgehend von einem therapeutischen Förderbedarf eines Schülers oder einer Schülerin sollte dieser im eigentlichen Sinne unabhängig vom Förderort im Kontext schulischer Bildung, bedient werden.

Eine interdisziplinäre Vernetzung von Therapie und Lehrkräften ist ein wünschenswerter Standard, der aber im Vergleich verschiedener schulischer Angebote nicht immer realisiert wird. Aus diesem Grunde hat und wird das Referat diesen Bereich vertieft bearbeiten. Schon genutzt wurden exemplarische Fachgespräche mit Therapeutinnen aus unterschiedlichen Arbeitsgebieten und verschiedenen Anstellungssituationen (Inklusion, Förderzentrum, fest angestellte Therapeutinnen am Förderzentrum, extern finanzierte Therapeutinnen). Ausgehend von einem Antrag der Hauptversammlung wurde ein Positionspapier zum Thema Pflege und Pädagogik entwickelt und diskutiert. In Rücksprache mit den anderen Fachreferaten fand eine inhaltliche Abstimmung mit dem Ziel statt, dieses dem Bundesausschuss als Positionspapier vorzulegen. Aufgegriffen werden in diesem Papier die Aspekte: Förderung von Selbstständigkeit und Autonomie, Berücksichtigung kommunikativer und Einbindung basaler Bildungsprozesse, Herstellung würdevoller Bedingungen und Wahrung der Intimsphäre sowie Berücksichtigung von Ressourcen für die multiprofessionelle Zusammenarbeit. Vorbehaltlich der Entwicklung zur Neuauflage der einzelnen Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zu den verschiedenen Förderschwerpunkten wird sich das Referat in Zukunft sicherlich auch mit der Thematik Empfehlungen für den Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung beschäftigen.

Bezogen auf die verbandspolitische Ebene sei erwähnt, dass ich das Amt seit November 2017 aufgenommen habe. An dieser Stelle auch nochmals ein herzlicher Dank an meinen Vorgänger Michael Evers (Bremen) für seine Tätigkeit als Bundesreferent und die Unterstützung für meinen Start. Tätigkeiten: Teilnahme an allen Bundesausschüssen in dem Zeitfenster 2017-2019, Austausch mit dem Bundesreferenten Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung zur Thematik Pflege und Pädagogik, Vorbereitung der Treffen des Referats Körperliche und motorische Entwicklung in Kassel 2018 und in Hannover 2019.

In den Bundesländern Hamburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern haben neue Landesreferentinnen und -referenten ihre Arbeit aufgenommen. Ein herzliches Willkommen an Antje Schaefer (Thüringen), Jan Wagner (Hamburg) und Till-Christopher Bamberg (Mecklenburg-Vorpommern), Michael Rösch (Nordrhein- Westphalen). Baden-Württemberg plant den Posten neu zu besetzen. Die Posten im Saarland und in Sachsen-Anhalt sind zurzeit vakant. Den Kolleginnen und Kollegen Birgit Kamke (Mecklenburg-Vorpommern), Katja Bieritz (Thüringen), Frank Zöllner (Nordrhein-Westphalen), Sabrina Sasse (Hamburg) und Daniela Krämer (Saarland) auf diesem Wege einen herzlichen Dank für ihre langjährige, kollegiale und freundliche Zusammenarbeit auf den vielen Treffen. Prof. Dr. Annett Thiele begleitet unser Referat seit 2017. Wir freuen uns über diesen stetigen Kontakt zum universitären Bereich.

Malte Kolshorn

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