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Bericht aus dem Referat Sehen

Vom 20. bis 22. September 2012 trafen sich die Landesreferentinnen und Landesreferenten des Referats Sehen zu folgenden Themen in Eisenach.

Austausch zur aktuellen Situation der inklusiven Bemühungen in den Bundesländern
Die Berichte zeigten die jeweiligen Aspekte des aktuellen Stands in den Bundesländern auf. Neue Schulgesetze und Konzepte unterstützen die Umsetzung der Inklusion. In einigen Bundesländern werden regionale Kompetenz- und Beratungszentren gegründet. Nachfragen zur Struktur des Landesförderzentrums Sehen in Schleswig, das in den achtziger Jahren unter der Prämisse der Integration gegründet wurde, führten zu einer Auseinandersetzung unter der Fragestellung gelingender Bedingungen im inklusiven Bildungsprozess.

Überarbeitung der Standards

Den Einstieg bot der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20.10.2011 „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in der Schule“. Das Subsidiaritätsprinzip der Sonderpädagogik und die sonderpädagogische Förderung, die dem einzelnen Kind verpflichtet ist, sowie die Ausweitung der inklusiven Bildungsangebote bildeten die Leitgedanken bei der Überarbeitung der Standards. Die Ausformulierung der Standards für den Förderschwerpunkt Sehen führte zu der Erkenntnis, dass die Präambel und die Ergebnisse nicht für jeden Förderschwerpunkt isoliert, sondern für alle Förderschwerpunkte übergreifend formuliert werden sollten. Dieser Vorschlag wird mit der Ausformulierung der Standards an den Bundesausschuss weitergeleitet.

Diskussion zu dem von Prof. Dr. Sven Degenhardt veröffentlichten Artikel

„Bildung, Erziehung und Rehabilitation blinder und sehbehinderter Kinder und Jugendlicher in einer inklusiven Schule in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland“, (Zeitschrift blind/sehbehindert, VBS 3/2011) Das vorliegende Positionspapier des Arbeitskreises der Leiterinnen und Leiter von Blinden und Sehbehindertenbildungseinrichtungen im Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik wurde in Ansätzen diskutiert. Das darin geforderte spezifische Curriculum solle zur Formulierung bundesweit anwendbarer Standards führen. Ergänzend sollen nachfolgend die inhaltlichen Bestandteile des spezifischen Curriculums in eine Modell-Leistungsberechnung überführt werden, um bundesweit vergleichbare Ressourcen zu erhalten. Perspektive: Es wurde gewünscht, die Diskussion zu den Inhalten bundesweit in Verbänden und Kollegien weiterzuführen. Aus Schleswig-Holstein wurde der Vorschlag gemacht, das Papier um Beratungskonzepte zu ergänzen und die Standards eingebettet in Unterstützung und Beratung in einer inklusiven Schule zu entwickeln, um den Beschluss der KMK zu unterstreichen, die Förderzentren Sehen in der inklusiven Bildung als subsidiäres System zu betrachten.

Weitere von den Landesreferentinnen und Landesreferenten eingebrachte Themen – Förderzentren Sehen Die besondere Akzentuierung zum Thema Inklusion unter dem Gesichtspunkt der Schülerinnen und Schüler mit Mehrfachbehinderung rückte in den Mittelpunkt des Interesses. Ebenso wurde die steigende Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung benannt. Die verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Erfordernisse der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften konnte nur angerissen werden. – Frühförderung Nachfragen zur Frühförderung und zu bereits existierenden Kooperationsvereinbarungen mit Kindergärten führten zu einem regen Erfahrungsaustausch. Unterschiedliche Regelungen und Verantwortlichkeiten existieren in allen Bundesländern. – Mobile Dienste an Beruflichen Schulen In den meisten Bundesländern sind die mobilen Dienste an Beruflichen Schulen nicht geregelt. Eine Regelung für alle Bundesländer sollte initiiert werden. – CVI – Cerebrale Sehschädigung Das Thema CVI erweitert zunehmend den Themenkomplex und den Bedarf an Unterstützung und Beratung an den Förderzentren Sehen. CVI umfasst Schädigungen des visuellen Systems; diese liegen in Veränderungen der Weiterleitungs- und Verarbeitungsprozesse.

Bundesfachtagung Hören/Sehen 2014 Unter Beteiligung von Susanne Römer, Bundesreferentin Hören wurde die Struktur der Bundesfachkongresse kurz erläutert. Ideen zum Bundesfachkongress Hören/Sehen im Jahr 2014 wurden ausgetauscht und weitere Kooperationen vereinbart. Eine gemeinsame Tagung der Landesreferentinnen und -referenten „Hören“ und „Sehen“ wird im März 2013 stattfinden.

Angela Schneider-Heinen

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