Diese Seite verwendet Cookies. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu und akzeptieren unsere Datenschutzerklärung.
Koalitionsvertrag mit guten bildungspolitischen Ansätzen
Der Verband Sonderpädagogik (vds) sieht im Koalitionsvertrag von Union und SPD grundlegend positive Ansätze für die Bildungspolitik. Nun gilt es, unter Beteiligung der Zivilgesellschaft die formulierten Ziele mit Inhalten zu füllen.

Die Koalitionspartner schreiben sich auf die Fahnen, gleiche Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland schaffen zu wollen. „Dass sich der Bund an den Kosten der Ganztagsbetreuung beteiligen will, ist sehr zu begrüßen. Wichtig ist nun aus Sicht des vds, mittels eines Bildungsstaatsvertrags einen einheitlichen Bildungsraum für die Bundesrepublik Deutschland zu schaffen“, fordert die Bundesvorsitzende des Verbands, Dr. Angela Ehlers. Auch die Willensbekundungen zu einem Nationalen Bildungsrat müssten nun konkretisiert werden. Ehlers hierzu: „Ein Nationaler Bildungsrat, den wir als Verband bereits im Vorfeld gefordert haben, wird nur dann erfolgreich Verbesserungen für alle Schülerinnen und Schüler bewirken können, wenn in ihm die Verbände der Zivilgesellschaft stark vertreten sind. Ein rein politisch besetztes Gremium ohne die Fachexpertise der Verbände wäre lediglich eine Parallelveranstaltung zur Kultusministerkonferenz.“

Weiterhin hebt der Verband Sonderpädagogik anerkennend hervor, dass lebenslanges Lernen und Verbesserungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Koalitionsvertrag ebenso vereinbart sind wie die Verankerung inklusiver Bildung in der Bildungsforschung in Bezug auf die gesamte Bildungsbiografie von Menschen mit und ohne Behinderungen. Diese Aspekte müssen nun mit konkreten Inhalten gefüllt werden. Außerdem wird eine neue Bundesregierung erklären müssen, wie sie diese Aufgaben bewältigen will, ohne die Länder finanziell zu belasten. Die anvisierten Ziele benötigen eine bundesweite Kraftanstrengung, bei der die Länder durch den Bund entlastet werden müssen. Der neue Bundestag sollte den Mut haben, das hinderliche Kooperationsverbot im Grundgesetz endgültig zu kippen.

Der Verband Sonderpädagogik e. V. wird diesen Prozess kritisch-konstruktiv begleiten und den bildungspolitischen Gremien mit seiner Expertise zur Verfügung stehen.

zurück