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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 6/20
Aus dem Inhalt:
Markus Lang, Ursula Hofer, Fabian Winter 280
Lese- und Schreibkompetenzen von Braillenutzerinnen und -nutzern in Allgemeinen Schulen und Schulen mit dem Förderschwerpunkt Sehen. Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "ZuBra" (Zukunft der Brailleschrift)
Martin Giese, Peter Greiner, Matthias Wagner 293
Motorische Fertigkeiten bei blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen
Steffen Greve, Leonie Möller 299
Kontaktsituationen in einem inklusiven Sportsetting
Alexander Polgar 311
"Alles Klimt" - Ein Erfahrungsbericht zu einem klassenstufenübergreifenden Projek tim Sekundarbereich an der Schule für Körperliche und motorische Entwicklung
vds aktuell 319
Bildungspolitische Aktivitäten des Bundesvorstands bezüglich der Wiederöffnung der Schulen
Buchbesprechung

Liebe Leserinnen und Leser!

In dieser Ausgabe haben wir nicht nur gleich zwei Beiträge für Sie, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Sehbehinderung oder Blindheit fokussieren. Zugleich stellen wir Ihnen auch Studien in diesen beiden Beiträgen vor. Das bringt uns natürlich zu der Frage, was wissenschaftliche Studien für Sie als Leserinnen und Leser bringen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen diese zum Austausch von neuen Erkenntnissen und setzen sie in Lehrveranstaltungen im Rahmen der Ausbildung angehender Lehrkräfte und pädagogischer Fachkräfte ein. Wir wissen auch, dass Fachleiterinnen und Fachleiter in Ausbildungsstätten der zweiten Phase bzw. Studienseminaren auch Beiträge für ihre Lehrveranstaltungen nutzen.

Die meisten von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, sind in der Praxis tätig. Gerade die beiden ersten Studien geben aus unserer Sicht spannende Hinweise für Festlegung von Nachteilsausgleichen sowie die Gestaltung von Unterricht. Bei der ZuBra-Studie  beschreiben die Autorinnen und Autoren es direkt – die Ergebnisse zeigen klar, dass Braille-lesende Schülerinnen und Schüler wesentlich langsamer lesen und Unterstützung beim Leseverständnis benötigen. Sie zeigen auch auf, wie genau dies geschehen kann. In der Studie zu den motorischen Fertigkeiten wird das vergleichsweise geringer ausgeprägte Fertigkeitsniveau beschrieben, was neben der geforderten entwicklungsgemäßen sowie zielgruppenspezifi schen Förderung auch Nachteilsausgleiche im Sportunterricht in diesem Bereich zur Folge haben sollte.

Wir wissen, dass nicht alle Studien auf dem ersten Blick die praktische Relevanz und Konsequenzen sowie Hinweise für Sie als Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in einem Umfang enthalten, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Dennoch versuchen wir gerade in den letzten Ausgaben der Zeitschrift für Heilpädagogik mehr Wert auf  unsere heterogene Leserschaft (Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Fachleiterinnen und -l eiter, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) zu legen und fordern bei Studien oft Konsequenzen für Praxis nachträglich an. Wir wollen eine klare Verbindung: Unsere Beiträge sollen beide Aspekte aufweisen: eine theoretische Fundierung und klare Hinweise für den Ertrag wissenschaftlicher Erkenntnisse in der täglichen Praxis. Sicher legen die einzelnen Beiträge ihre Schwerpunkte unterschiedlich. Dies wollen wir in Zukunft ausbauen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung: Wie nehmen Sie diese Verbindung wahr? Welche Beiträge nutzen Sie ganz bewusst, um Ihren Berufsalltag zu gestalten?

Wir wünschen Ihnen mit der Lektüre dieser Ausgabe also Anregungen für die Umsetzung von Nachteilsausgleichen, zur Förderung und zum Kunstunterricht, aber auch zum wissenschaftlichen Austausch und für die Ausbildung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogischen Fachkräften.

Conny Melzer                           Peter Wachtel

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