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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 2/19
Aus dem Inhalt:



Annett Thiele, Dorothea Heinze 060
Schulische Teilhabe während und nach onkologischen Erkrankungen aus Sicht von Klinikschullehrkräften spezialisierter Akutkliniken  
Simone Pülschen, Armin Castello 076
Fachkräfte in Klinikschulen: berufliche Herausforderungen und gesundheitliches Befinden  
Gitta Reuner, Gerolf Renner 084
Praxis der klinisch-psychologischen und sonderpädagogischen Testdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen – Ergebnisse einer Umfrage unter Anwendern  
Wiebke Stöhr, Martin Podszus,Gisela C. Schulze 094
Umgang mit Sexualität im Internet lernen – (k)ein Tabuthema für die Sonderpädagogik

 

 

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Neuerungen bei der Zeitschrift für Heilpädagogik
Buchbesprechungen

Liebe Leserinnen und Leser!

Die KMK-Statistik zur sonderpädagogischen Förderung (Schuljahr 2017/18) zeigt für Schülerinnen und Schüler in Schulen für Kranke ein interessantes Bild, das z.T. sehr gegenläufig ist zu anderen Förderschwerpunkten. Nur in acht Bundesländern gibt es diesen Förderschwerpunkt, was natürlich nicht heißt, dass es in den übrigen Ländern für erkrankte Kinder und Jugendliche keinen Krankenhausunterricht gibt. Da, wo es Schulen für Kranke gibt, ist die Anzahl an Kindern mit diesem Förderschwerpunkt an Allgemeinen Schulen verschwindend gering (2017/18 waren es 419 von 11.336 Schülerinnen und Schülern). Unter diesem Aspekt gewinnt unser erster Beitrag von Annett Thiele und Dorothea Heinze, in dem es um die schulische Teilhabe von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen und notwendige Kooperationen hinsichtlich einer Reintegration an die Allgemeine Schule geht, eine besondere Bedeutung. Vor allem die Kooperationspartnerinnen und -partner mit ihren Aufgaben zeigen praxisrelevante Empfehlungen für den schulischen Alltag auf.

Werden nun Klinikschullehrkräfte statistisch näher betrachtet, so ist ein deutlicher Unterschied in der Schüler-Lehrer-Relation in den einzelnen Bundesländern (von drei Schülerinnen pro Lehrkraft in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin bis hin zu elf in Bayern) zu erkennen. Hier zeigen sich deutlich die von Simone Pülschen und Armin Castello im zweiten Beitrag genannten unterschiedlichen Rahmenbedingungen, unter denen Lehrkräfte arbeiten.
Die beiden Autoren betrachten das Belastungsempfinden von Klinikschullehrkräften genauer und arbeiten Unterstützungsmöglichkeiten zur Gesunderhaltung heraus.

Im dritten Beitrag betrachten Gitta Reuner und Gerolf Renner die Diagnostik kognitiver Leistungen von Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung. Der Beitrag macht aus unserer Sicht zwei Dinge deutlich: Es sollte mehr spezifische Testverfahren geben bzw. solche, die einen Hilfsmitteleinsatz zulassen und validiert haben, und er ermutigt, bei aktuell eingesetzten Verfahren Hilfsmittel zu verwenden (z. B. Unterstützte Kommunikation), um – wenn denn eine entsprechende Diagnostik als notwendig erachtet wird – diese auch sinnvoll durchführen zu können.

Schließlich werden auch im vierten Kapitel Menschen mit Körperbehinderungen in den Blick genommen. Wiebke Stöhr, Martin Podszus und Gisela Schulze setzen sich mit der Sexualpädagogik v. a. hinsichtlich der zunehmenden Bedeutung des Internets auseinander. Internetsexualität bietet Chancen und Risiken gerade für Jugendliche und Erwachsene mit Körperbehinderungen, die es in der Schule zu thematisieren und in Wohngruppen zu ermöglichen
gilt. Möglichkeiten, dies zu unterstützen, werden im Beitrag sehr praxisnah aufgezeigt.

Unsere Februar-Ausgabe stellt aus unserer Sicht vier Studien vor, die alle den Anspruch haben, für die Praxis Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir wünschen Ihnen – in welchem Handlungsfeld Sie auch tätig sind – Ideen und direkte Einsatzgebiete für diese Tipps.

Prof. Dr. Conny Melzer                     Dr. Peter Wachtel

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