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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 11/20
Aus dem Inhalt:
Gerhard Eberle 544
Einige Anmerkungen zur Geschichte des Verbands Sonderpädagogik. Eine notwendige Kritik am Beitrag Dagmar Hänsels im Heft 1/2020
Manfred Berger 558
Rupert Egenberger - ein umstrittener Pionier der Heilpädagogik - Ein Beitrag zur Geschichte der Heilpädagogik
Ferdinand Klein 568
Das Gute im Kind sehen und mit ihm handeln - In erschwerten Situationen die (heil-)pädagogische Professionalität vertiefen
David Scheer, Conny Melzer 575
Trendanalyse der KMK-Statistiken zur sonderpädagogischen Förderung 1994 bis 2019
vds aktuell 592
vds stellt vor: Die Ombudsstelle Inklusive Bildung in Hamburg
 

Liebe Leserinnen und Leser!

Rückblick, Retrospektive. Das sind die Stichworte, unter denen diese Ausgabe steht. Dabei sind die Rückblicke dieses Hefts ganz unterschiedlicher Natur.

Wir können Ihnen einen kritischen Rückblick von Gerhard Eberle auf einen früheren Beitrag (Karl Tornow und die Sonderpädagogik) präsentieren. Der kritische Rückblick auf einen in der ZfH erschienenen Beitrag bedeutet für uns immer auch die Möglichkeit, einen Diskurs abzubilden und belegt, dass durch Veröffentlichungen fachliche Diskussionen angestoßen werden. Wir möchten auch Sie zu kritischen Rückblicken einladen, um die fachliche Diskussion mitzugestalten!

In der Tradition, dass wir – auch durch einen Beschluss der Hauptversammlung – bestrebt sind, die Geschichte des Verbands aufzuarbeiten, freuen wir uns sehr über den zweiten Beitrag in diesem Heft. Er ist ein historischer Rückblick auf einen Heilpädagogen, der und dessen Wirken vor und nach der Zeit des Nationalsozialismus mindestens kritisch zu betrachten sind. Wir möchten daher gern weitere historisch-wissenschaftliche Beiträge zur fortgesetzten Aufarbeitung der Geschichte des vds veröffentlichen.

Weniger einen kritischen als vielmehr einen nostalgischen Rückblick auf die Wirkung von Pädagogen auf sein eigenes Wirken wagt Ferdinand Klein im dritten Beitrag dieses Hefts. Wie haben Pädagoginnen und Pädagogen auf mein eigenes Denken und Handeln eingewirkt? Als wir den Beitrag bei dessen Einreichung zum ersten Mal gelesen haben, haben wir auch an die Pädagoginnen und Pädagogen gedacht – die berühmten und die vielleicht weniger bekannten in den Schulen, den Hochschulen und den Studienseminaren – die uns maßgeblich geprägt haben. Wer war das bei Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser?

Der vierte Beitrag leistet einen vergleichenden Rückblick. Er fällt ein wenig aus der Reihe, denn er betrachtet die jüngere Geschichte nach 1990. Wie haben sich die Zahlen der KMK-Statistik vor und nach der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen entwickelt? Dieser Vergleich zeigt anhand von Prozenten und Quoten die Veränderungen des Schulalltags. Hinter den KMK-Statistiken stehen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte – stehen Sie! Wie hat sich Ihr Wirken in den letzten Jahren verändert?

Rückblick und Ausblick. Für uns sind geschichtliche Themenhefte immer auch prospektiv, also auf die Zukunft gerichtet. Was sagen uns rückblickende Beiträge für unseren Alltag in Schule, Tagesstätte, Werkstatt, Studienseminar, Universität? Was lernen wir aus dem Handeln früherer (Heil- bzw. Sonder-) Pädagoginnen und Pädagogen, was lernen wir aus der Entwicklung der letzten Jahre? Und letztlich, für uns als Verband wichtig: Welche Forderungen müssen wir an Politik und Wissenschaft stellen, damit unser Tun wirksam wird – wirksam für die Schülerinnen und Schüler und selbstwirksam für uns als Fachpersonen? Wir wünschen Ihnen kritische, historische, nostalgische und vergleichende Rückblicke sowie zuversichtliche Ausblicke bei der Lektüre dieser Ausgabe.

Conny Melzer                           Peter Wachtel

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