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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 6/18
Aus dem Inhalt:



Hans-Christian Karger
Ein Vergleich der Kritik des behavioralen Forschungsprogramms in der Psychologie und der evidenzbasierten (Sonder-)Pädagogik
Ingo Bosse
Qualitätskriterien für audiovisuelle und digitale Medien für den inklusiven Unterricht – eine Evaluationsstudie des digitalen Angebots „Planet Schule”
Florian Schacht, Ruth Bebernik
Gemeinsames Lernen im Geometrieunterricht der Sekundarstufe I
vds aktuell

Feststellung des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung – sinnvoll oder nur Mittel zum Zweck?

Tagung des Referats Berufliche Bildung

Tagung des Referats Emotionale und soziale Entwicklung

Buchbesprechungen

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Sonderpädagogik befindet sich im Diskurs. Seit jeher gibt es Diskussionen sowohl im praktischen als auch im wissenschaftlichen Bereich. In letzter Zeit wird im schulischen Alltag viel zum Thema Inklusive Bildung diskutiert. Der wissenschaftliche Diskurs – und dies hat auch in der vergangenen Zeit Eingang in den Verband gefunden – geht u. a. auch der Frage nach dem wissenschaftstheoretischen Zugang nach.

Hans Karger stellt im ersten Beitrag einerseits diese Diskussion dar, zieht aber auch Parallelen zur Wissenschaftsdiskussion in den 1980er Jahren. Da die Diskussion
mittlerweile in weite Bereiche der Aus-, Fort- und Weiterbildung (wie z. B. Fachtagungen) reicht, bleibt es auch Aufgabe für uns Sonderpädagogen, den Diskurs weiterhin sachlich zu verfolgen und daran teilzuhaben.

Im zweiten Beitrag stellt Ingo Bosse eine Studie zur Gestaltung virtueller Lernumgebungen vor. Hier werden auch Inhalte der im ersten Beitrag angesprochenen Wirksamkeitsforschung thematisiert und damit eine konkrete Anwendungsmöglichkeit dieser vorgeschlagen bzw. aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen dabei Digitale Bildung, deren Möglichkeiten sowie die Evaluation von Lernmedien. Besonders der Film als Gemeinsamer Gegenstand steht im Fokus und der Beitrag erweitert damit unsere Möglichkeiten, inklusive Bildung didaktischmethodisch umzusetzen.

Der dritte Beitrag von Florian Schacht und Ruth Bebernik nimmt den gemeinsamen Gegenstand im inklusiven Unterricht aus fachdidaktischer Perspektive in den Blick. Im Gegensatz zu Feusers Ansicht, dass eine primär fachdidaktische Perspektive hierfür unangemessen wäre, möchten die beiden Autoren anhand eines
Einzelfalls Antworten aus der Sicht der Fachdidaktik geben. Es werden Anregungen für den inhaltlichen Bezug (was) und die methodische Ebene (wie) gegeben. Dabei werden wiederum die empirische und die normative Ebene angesprochen.

Alle drei Beiträge nehmen den Diskurs zur theoretischen und empirischen Sonderpädagogik auf. Gerade der Zweite und Dritte unterbreiten dabei zudem Vorschläge und bieten zahlreiche Anregungen für den schulischen Alltag.

Prof. Dr. Conny Melzer                     Dr. Peter Wachtel

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