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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 4/21
Aus dem Inhalt:

Phillip Neumann, Sandra Grüter, Lisa Eckel, Birgit Lütje-Klose, Julia Gorges, Elke Wild 164
Aufgaben und Zuständigkeiten von allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften sowie Fachkräften der Schulsozialarbeit in inklusiven Schulen der Sekundarstufe I – Erste Ergebnisse aus dem BiFoKi-Projekt
Natascha Albersmann, Nadine da Costa Silva, Ramona Hagenkötter, Katrin Rolka 178
Gemeinsam proportionale Zusammenhänge mit Experimenten im inklusiven Mathematikunterricht entdecken
Silvia Fränkel 191
„Wer einmal ein Kind mit Zahlenraum 5 unterrichtet hat, der weiß, dass da die Begabungen vielleicht nicht so groß gesät sind.“ Begabungsvorstellungen von Lehrkräften in Bezug auf Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung
Johannes Jöhnck 201
Alkoholprävention – Jugendschutzgesetz – politische Bildung. Auf dem Weg zu einer politikdidaktischen Orientierung im sonderpädagogischen Schwerpunkt Geistige Entwicklung
vds aktuell 211
Buchbesprechung
Pakt für Inklusion 2021 - Memorandum Inklusive Bildung und Digitalisierung zusammen denken!

Liebe Leserinnen und Leser!

Sie alle haben zu unterschiedlichen Zeiten studiert. Vielleicht war das noch ein Diplom- oder Magisterstudium. Vielleicht haben Sie ein Staatsexamen (in Bayern und Sachsen ist dieses ja noch bzw. wieder die Grundlage der Lehramtsausbildung auch an den Universitäten) oder Sie haben die Struktur im Bachelor- bzw. Master-System erlebt.Wie nehmen Sie das wahr: andere Zeiten, andere Inhalte des Studiums?

Woran orientierten sich Universitäten und die dortigen Dozentinnen und Dozenten (in der Regel zusammen mit Studierenden), wenn sie das Curriculum der Lehramtsstudiengänge entwickeln bzw. überarbeiten? Im bildungswissenschaftlichen Bereich kann sich zum Beispiel an den Standards der KMK orientiert werden (zumindest macht dies die Universität zu Köln). Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was das mit der Zeitschrift für Heilpädagogik zu tun hat. Wenn wir uns so diese Ausgabe und auch andere, vergangene Hefte ansehen, dann können (fast) alle Beiträge den Kompetenzbereichen der KMK (2019) zugeordnet werden: Unterrichten, Erziehen, Beurteilen und Innovieren. Zusätzlich werden inhaltliche Schwerpunkte vorgegeben (KMK, 2019, S. 4f.). Hier werden ganz verschiedene curriculare Schwerpunkte beschrieben, z.B. Didaktik und Methodik des Unterrichts, Beruf und Rolle von Lehrkräften, Diagnostik und Beratung, Differenzierung, Integration und Förderung, Kommunikation (auch Interaktion und Konfliktbewältigung), Medienbildung, Schulentwicklung sowie Anwendung von Erkenntnissen der Bildungsforschung.

In diesem Heft können grob die inhaltlichen Aspekte Kommunikation und Interaktion sowie Beruf und Rolle (Beitrag 1 zur Kooperation auf Aufgaben verschiedener Akteure im Rahmen inklusiver Bildung), der Kompetenzbereich Beurteilen (im Beitrag 2 zu den Begabungsvorstellungen von Lehrkräften und welche Rolle Diagnostik von Begabungen spielt) sowie der Kompetenzbereich Unterrichten (Beiträge 3 und 4 zum Mathematikunterricht im inklusiven Setting sowie unterrichtliche Alkoholprävention im sonderpädagogischen Schwerpunkt Geistige Entwicklung) aufgezeigt werden.

Die Aufzählung der curricularen Schwerpunkte (immerhin elf im KMK-Papier) ist sehr vielfältig, vermutlich noch lange nicht umfassend. Und die KMK beschreibt diese für die Lehrkräfte aller Lehramtstypen. Sonderpädagogische Förderung mit ihren vielfältigen Einsatzgebieten in verschiedenen Schularten (Förderschulen, Allgemeine Schulen, Kompetenzzentren) sowie in außerschulischen Feldern fußt auf diesen Beschreibungen. Allerdings sind diese auch immer zu spezifizieren für unseren besonderen Auftrag im Sinne der Unterstützung von Teilhabe aller Menschen, Schülerinnen und Schüler, insbesondere mit Behinderungen.

Im aktuellen Teil veröffentlichen wir ein Memorandum des Pakts für Inklusion. Der vds tritt mit einer Reihe von Verbänden auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass Inklusion und Digitalisierung gemeinsam umgesetzt werden. Bitte unterstützen Sie dieses zentrale bildungspolitische Anliegen.

Wir hoffen, Ihnen einerseits mit diesem Heft und andererseits mit der ZfH und den ganz unterschiedlichen Themen Anregungen für die herausfordernden Aufgaben im Feld sonderpädagogischer Expertise an die Hand geben zu können und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Conny Melzer                           Peter Wachtel

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