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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 12/18
Aus dem Inhalt:



Holger Lindemann 560
Visuelle Darstellungsformen und historische Einordnung der Inklusion - eine kritische Analyse  
Frederik Althoff, Conny Melzer 569
"Was wir über unsere Gesellschaft wissen, wissen wir aus den Massenmedien" - Analyse der Diskussion zur inklusiven Bildung in überregionalen Zeitungen  
Ann-Kathrin Schlüter, Christina Krabbe, Insa Melle, Katharina Krause, Franz B. Wember, Elke Grimminger-Seidensticker, Franziska Lautenbach, Kerstin Heberle, Ulrike Kranefeld 582
Universitäre Vorbereitung angehender Lehrkräfte auf inklusiven Unterricht - Seminarkonzeptionen zur Professionalisierung für inklusiven Fachunterricht  
Wolfgang Dworschak, Kathrin Gied 596
Inklusionsorientierte Sachunterrichtsdidaktik - Hochschuldidaktische Umsetzung in der Inklusionsdidaktischen UNI-Klasse im Rahmen eines studiengangübergreifenden Kooperationsseminars

 

 

vds aktuell 606
Fachaustausch zur Bildungsteilhabe von Schülerinnen und Schülern mit Autismusspektrum-Störungen
Lernen von Nord nach Süd: Gute Bildungschancen in allen Lebenslagen verwirklichen"
Buchbesprechung

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Diskussion über inklusive Bildung beschäftigt nicht nur uns in den Gremien des vds, wie zum Beispiel aktuell bei der Sitzung des Bundesausschusses in Bad Sassendorf, an der wir gerade teilnehmen, als wir dieses Editorial schreiben, sondern sie erstreckt sich über den politischen, den schulischen und den wissenschaftlichen Bereich. Die Richtungen sind ganz unterschiedlich. Haben Sie sich schon einmal Gedanken über die Darstellung inklusiver Bildung in diesen Diskursen gemacht, also welches Bild von Inklusion gezeichnet wird? Die ersten beiden Beiträge beschäftigten sich genau mit diesem Bild.
Holger Lindemann nimmt eine visuelle Darstellung von Inklusion zum Anlass, die eigentlich aktuell aus fast keiner (Grundlagen-)Veröffentlichung wegzudenken ist – weder aus Büchern, von Homepages noch aus Abschlussarbeiten
von Studierenden und Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern. Die kritische Diskussion dieser ist dann Anlass, einen Vorschlag für eine alternative bzw. erweiterte Darstellung zu unterbreiten.
Der zweite Beitrag von Frederik Althoff und Conny Melzer betrachtet ebenfalls die Darstellung von inklusiver Bildung, aber aus dem Blickwinkel, wie diese in überregionalen Zeitungen diskutiert wird. Welches Bild wird hier innerhalb der Gesellschaft gezeichnet und was bedeutet dies für uns als Lehrkräfte? Wie wird unter Lehrkräften und Beteiligten Meinung gebildet? Die weiteren Beiträge greifen Möglichkeiten fachdidaktischer, inklusiver Unterrichtsplanung auf. Ann-Kathrin Schlüter und ihre Kolleginnen sowie Kollegen zeigen anhand der Fächer Chemie, Sport, Englisch und Musik, wie das Konzept des Universal Design for Learning umgesetzt werden kann. Wenngleich universitäre Seminarkonzeptionen im Mittelpunkt stehen, werden doch zahlreiche Anregungen für die Planung eines möglichst barrierefreien Unterrichts gegeben.
Der abschließende Beitrag ergänzt das Primarstufenfach Sachunterricht. Wolfgang Dworschak und Kathrin Gietl betrachten inklusive Unterrichtsplanung von sonder- und allgemeinpädagogischen Lehrkräften in Kooperation mittels der inklusionsorientierten Netze. Dabei wird der Blick stark auf die Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern gelenkt sowie ein sehr praktisches Umsetzungsbeispiel gegeben, wie Unterricht geplant und didaktisch umgesetzt werden kann.
Es ist wichtig, welches Bild wir uns von Inklusion machen und damit, wie wir über die und mit den Beteiligten im Feld sprechen. Dies bezieht sich nicht nur auf fachlich korrekte Begriffe und Abbildungen, das Vermeiden zum Beispiel von Bezeichnungen wie „Inklusionskinder“, sondern auch auf eine adressatenorientierte Unterrichtsplanung. Genau hierfür – die Unterrichtsplanung und eine sensible Sprache – wünschen wir Ihnen zahlreiche Anregungen für Ihren Praxisalltag.

Prof. Dr. Conny Melzer                     Dr. Peter Wachtel

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