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"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Ausgabe 6/19
Aus dem Inhalt:



Annika Reh, Inge Holler-Zittlau 268
Inklusion in Hessen: Eine Untersuchung zur Zusammenarbeit von regionalen Beratungs- und Förderzentren und Allgemeinen Schulen  
Wolfgang Dworschak, Elke Inckemann 280
Einstellungen von Eltern zu inklusivem Unterricht – Befunde einer wissenschaftlichen Begleitung zweier bayerischer Tandemklassen  
Michael Fischer, Thorsten Burger 289
Psychotherapie für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung: Zugänge, Möglichkeiten und Besonderheiten  
Katherine Biesecke

 297

Momente voll Ekel und Scham – Besondere Verhaltensweisen von Menschen mit Behinderungen, die unter die Haut gehen
vds aktuell 303
vds stellt vor
Sonderpädagogischer Kongress 2019 in Weimar
Bundesfachkongress Autismus-Spektrum verstehen und pädagogische Beziehungen sicherstellen
Arbeitstagung Förderschwerpunkt Hören

Liebe Leserinnen und Leser!

In diesem Heft haben wir ganz unterschiedliche Inhalte für Sie zusammenstellen können.
Die ersten beiden Artikel stellen Ergebnisse zweier Studien aus Hessen und Bayern vor,die zwei wichtige Akteursgruppen inklusiver Bildung in den Blick nehmen. Annika Reh und Inge Holler-Zittlau haben Lehrkräfte in Beratungs- und Förderzentren sowie in Allgemeinen Schulen zu unterschiedlichen Themen befragt, die immer wieder diskutiert werden. Gerade die Aspekte Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten werden fokussiert. Der Artikel geht aber über die reine Bestandsaufnahme hinaus und formuliert dezidiert Gelingensbedingungen, die auch wichtige Forderungen an die Politik enthalten.
Wolfgang Dworschak und Elke Inckemann berichten von den Einstellungen zur Inklusion von Eltern sowie Erziehungsberechtigten von Kindern mit und ohne Behinderungen in einem Tandemklassemodell. Sehr überraschend ist die Verschlechterung der Einstellungen zum inklusiven Unterricht, und zwar auch bei Eltern von Kindern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.
Die beiden weiteren Artikel greifen ganz andere, aber auch hochaktuelle Themen auf.
Michael Fischer und Thorsten Burger beschäftigen sich mit der Psychotherapie von Menschen mit kognitiver Beeinträch zukünftig vermutlich nicht mehr in der aktuellen Form möglich sein. Wir müssen diese Entwicklungen genau verfolgen und verhindern, dass mit dieser Veränderung die ohnehin schon wenig vorhandene Expertise der Sonder- und Heilpädagogik vollständig verschwindet. Der Beitrag liefert wichtige Argumente dazu!
In eine wiederum ganz andere Richtung geht der vierte Artikel von Katherine Biesecke. Er ist ein reiner Praxisartikel: aus der Praxis für die Praxis. Er berichtet von einer Tagung mit dem Thema Taubblindheit und fasst die Erfahrungen von Praktikerinnen und Praktikern mit Ekel und Scham bei ihrer täglichen Arbeit mit Menschen, die von Geburt an taubblind sind, zusammen. Wir freuen uns nicht nur über diesen sehr praxisnahen
Artikel, sondern auch über die vielen Hinweise zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen, die gepflegt werden. Diese bieten sicher zahlreiche Anregungen für den beruflichen Alltag.
In unserer Rubrik vds stellt vor haben wir dieses Mal ein Interview von Baldur Drolsbach mit Ute Schnabel, in dem ihre Schule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung im sächsischen Brand-Erbisdorf vorgestellt wird, die ein Projekt „Demokratie lernen“ sehr erfolgreich umsetzt.
Die Artikel in dieser Ausgabe sind sehr unterschiedlich, beschreiben Forschungsergebnisse, aber auch zahlreiche Praxisanregungen. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Prof. Dr. Conny Melzer                     Dr. Peter Wachtel

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